Aufarbeitung

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Aufruf an Zeitzeugen zur Mitwirkung!

Jahrhundertkind

Ein Projekt des Deutschen Instituts für Heimerziehung

Wie kann Aufarbeitung gelingen?

Das Deutsche Institut für Heimerziehungsforschung (DIH) arbeitet gegenwärtig im Auftrag der Beauftragten für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke, daran, eine Internetplattform zu errichten. Auf dieser Plattform soll die Heimerziehung des vergangenen Jahrhunderts umfassend dokumentiert werden. Unser Ziel ist es, dass vieles von dem Wissen, was man benötigt, um eine menschenwürdige Heimerziehung zu organisieren, über unsere Homepage erreichbar ist. Dazu zählen nicht allein wissenschaftliche Informationen, sondern vor allem Berichte von Zeitzeugen. Diese Zeitzeugenberichte bilden den Kern unserer Plattform, denn nur sie können Zeugnis davon ablegen, wie es wirklich gewesen ist.
Wir wollen aber nicht allein ehemalige Heimkinder ansprechen, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher und auch andere Personen, die über die Heimerziehung selbst erlebte Erfahrungen mitteilen können. Wir möchten mit Ihnen Biographien, Bilder und kleine Filme anfertigen, die für die Heimerziehung der Vergangenheit wichtig sind. Uns kommt es aber nicht allein auf die Vergangenheit an.

1. Wir möchten, dass alle, die sich beteiligen, den gleichen Respekt erhalten und mit Würde und Achtung behandelt werden. Wir müssen lernen, dass es sehr viele verschiedene Erfahrungen gibt und niemand darf entscheiden, was die Wahrheit ist. Niemand darf andere dafür beleidigen, weil sie eine andere Meinung oder eine andere Sicht der Dinge vertreten.
2. Wir möchten mithelfen, dass die Kinder, die heute nicht bei ihren Eltern leben können, eine gute Kindheit haben. Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht noch einmal gemacht werden. Deshalb sollen Erfahrungen der Zeitzeugen in das Studium der Pädagogik einfließen.
3. Und wir möchten schließlich von Ihnen wissen, wie die Aufarbeitung der Heimschicksale besser gelingen kann.
Zeitzeugenaufruf

Deshalb bitten wir Sie um ihre Mithilfe und Beteiligung. Bitte füllen Sie zunächst diesen Fragebogen aus, sodass wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können. Der Fragebogen öffnet sich, wenn Sie diesen Link anklicken: http://www.dih.berlin/index.php/fragebogen-wie-gelingt-aufarbeitung

Alle Informationen werden absolut vertraulich behandelt. Wenn Sie es möchten, bleibt alles anonym. Sie können auch nur einen Teil ausfüllen (nur die E-Mail-Adresse muss eingetragen werden, damit der Fragebogen an uns verschickt wird.) Wenn Sie uns für weitere Fragen zur Verfügung stehen, würden wir sie anrufen, wenn sie das möchten und wenn Sie uns ihre Telefonnummer hinterlassen. Sie können den Fragebogen online ausfüllen oder ausdrucken und an uns zu schicken:

DIH- Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung gGmbH
Evangelische Hochschule Berlin
Prof. Dr. Karsten Laudien
Postfach 37 02 55, 14132 Berlin
Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Mitwirkung!
Berlin, Januar 2016
Karsten Laudien
Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung gGmbH

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Ein wichtiger  Auftrag der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder ist es, das Wissen über die Heimerziehung und dort begangenes Unrecht bekannt zu machen und weitere Forschungen anzuregen, die positiven Einfluss auf die Entstigmatisierung der Opfer der Heimerziehung und deren gesellschaftliche Rehabilitierung haben sollen. Auf dieser Website werden wir regelmäßig über neue Erkenntnisse berichten und wichtige Fachartikel, Diskussionsbeiträge sowie Videomitschnitte veröffentlichen.

Mit der Heimerziehung in Berlin (West bis Mitte der siebziger Jahre – Ost bis Ende der achtziger Jahre) beschäftigt sich eine 2011 im Auftrag der Senatsverwaltung erstellte und im August veröffentlichte Broschüre. Sie ist über die Website Heimerziehung-Berlin zu finden und zum Download als PDF-Datei bereit:

Heimerziehung in Berlin – Website